SharePoint-Einsatz planen – Teil 2: System-Landschaft

SharePoint-Einsatz planen – Teil 2: System-Landschaft

Wie bereits in Teil 1 erwähnt, ist der Einsatz der Services bei Verwendung der von Windows Server 2003/2008 kostenlos. In diesem Artikel soll darauf eingegangen werden, welch Systemvoraussetzungen erfüllt sein müssen.

Die Hardware Anforderungen können natürlich variieren und hängen von der Anzahl der Nutzer und der Intensität der Nutzung ab. Grundsätzlich werden zwei Installationsarten unterstützt, die unterschiedliche Anforderungen an die Hardware stellen.

Eigenständige Installation

Die einfachste Installation der SharePoint Services stellt die Services an sich und die Windows Internal Database zur Speicherung der Inhalte bereit. Außerdem müssen die Internet Informationsdienste (IIS) ab Version 6 installiert und aktiviert sein, da über sie die Auslieferung der Webseiten an den Benutzer realisiert werden. Außerdem wird das NET-Framework 3.0 oder höher benötigt. ASP.NET 2.0 muss aktiviert sein. Um Benachrichtigungen über  z.B. Änderungen zu verschicken, muss ein SMTP-Server vorhanden sein. In Microsoft-Umgebungen wird diese Aufgabe im Normalfall von Exchange übernommen. Die folgende Liste zeigt die von Microsoft herausgegebenen Anforderungen an die Hardware:

Komponente

Minimum

Empfohlen

Prozessor 2,5 GHz Zwei Prozessoren mit jeweils mindestens 3 GHz
Arbeitsspeicher 1 GB 2 GB
Festplattenspeicher Als NTFS-Dateisystem formatierte Partition mit einem freien Speicherplatz von mindestens 3 GB Als NTFS-Dateisystem formatierte Partition mit einem freien Speicherplatz von 3 GB sowie genügend freier Speicherplatz für die Websites
Laufwerk DVD-Laufwerk DVD-Laufwerk, oder die Quelle muss auf ein lokales Laufwerk bzw. zugängliches Netzlaufwerk kopiert sein
Anzeige 1024 × 768 Monitor mit 1024 × 768 oder einer höheren Auflösung
Netzwerk Verbindung mit 56 Kilobit/Sekunde (KBit/s) zwischen Clientcomputern und Server 56 KBit/s oder schnellere Verbindung zwischen Clientcomputern und Server

Aus der Tabelle lässt sich ersehen, dass sich für diese Bereitstellung jeder halbwegs aktuelle Rechner einsetzen lässt. Dieses Szenario eignet sich für Organisationen mit ca. 50 Mitarbeitern.

Serverfarminstallation

Soll ein größerer Benutzerkreis mit den SharePoint Services arbeiten, empfiehlt sich aus Performancegründen die Farminstallation. Eine Serverfarm ist ein Verbund aus mehreren Servern. Unterschieden wird in diesem Fall in den Front-End-Webserver, der für die Auslieferung der Webseiten zuständig ist und in den Datenbankserver, der die Inhalte der Seiten speichert. Für den Webserver gelten laut Microsoft die o.g. Angaben. Mit Ausnahme er Netzwerkverbindung, die mindestens 100 MBit/s betragen sollte. Für den Datenbankserver wird zusätzliche Software benötigt. SharePoint setzt hier auf den SQL-Server von Microsoft ab Version 2005. Da die Systemanforderungen von der eingesetzten Version abhängen, sei hier nur auf die entsprechenden Seiten für SQL Server 2005 und 2008. Es ist zu berücksichtigen, dass in diesem Szenario Lizenzkosten anfallen können. Dies ist dann der Fall, wenn eine weitere Microsoft Server Lizenz für den Datenbanks-Server gekauft werden muss und kein Microsoft SQL Server vorhanden ist. Für den SQL-Server stehen auch die sog. „Express“-Varianten zur Verfügung, die zwar lizenzkostenfrei sind, jedoch einige Einschränkungen mit sich bringen (wie z.B. limitierte Datenbank-Größe von 4 GB).

Fazit

Für kleinere Organisationen oder ein Proof of Concept kann die Eigenständige Installation eingesetzt werden. Bei größeren Unternehmen und intensiver Nutzung ist es sinnvoll die Serverfamrinstallation zu wählen. Da dies jedoch mit Lizenzkosten verbunden ist, sollte eine genaue Planung des SharePoint-Einsatzes vorgenommen werden. Für eine erfolgreiche Nutzung sind außerdem eine Verankerung in Prozessen sowie die Rückendeckung des Managements unerlässlich.

Im nächsten Teil von SharePoint-Einsatz planen gehe ich auf die Unterschiede zwischen SharePoint Services und Office SharePoint Server und die daraus resultierenden Lizenzierungen ein.

 
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